Bayern: Quantencomputing als Wachstumstreiber nutzen

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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft betont die Schlüsselrolle des Quantencomputings für Bayerns Zukunft. Im Rahmen einer Veranstaltung wurde die strategische Bedeutung der Technologie für die Wettbewerbsfähigkeit hervorgehoben.

Quantencomputing: Schlüsseltechnologie für Bayern

Das Quantencomputing wird als zentrale Zukunftstechnologie betrachtet, die entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit Bayerns und Deutschlands beitragen kann. Bei der Kooperationsveranstaltung „Quantencomputing – von der Forschung in die Praxis“ mit dem Munich Quantum Valley (MQV) betonte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, die enorme Bedeutung dieser Technologie für industrielle Innovation und Wertschöpfung. „Quantencomputer können in unterschiedlichen Bereichen Fortschritte ermöglichen – sei es in der Forschung, bei industriellen Prozessen oder neuen Geschäftsmodellen“, erklärte Brossardt.

Bayern im internationalen Wettbewerb gut positioniert

Die vbw hebt hervor, dass Bayern frühzeitig wichtige Weichenstellungen vorgenommen hat. Vor allem die Hightech Agenda Bayern sieht Quanten Technologien als Schlüsseltechnologie. Das geförderte Munich Quantum Valley bündelt Forschungsfähigkeiten und fördert den Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie. Trotz einer führenden Position im internationalen Vergleich sieht sich Deutschland einem intensiven Wettbewerb mit den USA und China gegenüber, wo die Zahl der Patentanmeldungen im Quantencomputing in den letzten Jahren stark zugenommen hat. „Bayern hat mit Bedacht gehandelt, aber jetzt müssen wir in Forschung, Transfer und Talente continuierlich investieren“, ergänzt Brossardt.

Wirtschaftliches Potenzial in zahlreichen Branchen

Das wirtschaftliche Potenzial von Quantencomputern ist besonders groß in Bereichen wie Chemie, Medikamentenentwicklung, Logistik, Materialforschung und autonomem Fahren. Laut Brossardt könnten Quantencomputer die Simulations- und Entwicklungszeiten drastisch verkürzen. „Wer in der Lage ist, komplexe Prozesse schneller zu simulieren oder Materialien effizienter zu entwickeln, kann sich entscheidende Wettbewerbsvorteile erarbeiten“, sagte er. Gleichzeitig warnt er, dass erheblicher Forschungsbedarf für die Entwicklung wettbewerbsfähiger Quantencomputer besteht sowie nachgelagerte Herausforderungen wie der quantensicheren Verschlüsselung. „Wir müssen schnell Fortschritte aus der Forschung in die Industrie überführen“, fordert Brossardt.

Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, ergänzt: „Quantencomputing ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Bayern hat bereits jetzt die richtigen Weichen gestellt, um eine internationale Sichtbarkeit in diesem Bereich zu erreichen. Unser Ziel ist klar: Bayern soll weiterhin zu den führenden Quantenstandorten Europas zählen.“

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