MIG Capital investiert 2,5 Millionen Euro in TIBEAY Biosciences

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Das Münchener Unternehmen MIG Capital beteiligt sich an einer 35 Millionen Euro Finanzierungsrunde für TIBEAY Biosciences. Mit dieser Investition soll das Medikament Ronopterin, das die Behandlung von sekundären Hirnschäden nach Schädel-Hirn-Trauma adressiert, vorangetrieben werden.

TIBEAY Biosciences und die Herausforderung des Hirntraumas

Das biotechnologische Unternehmen TIBEAY Biosciences mit Sitz in den Niederlanden hat sich auf die Entwicklung von hochinnovativen Therapien für akute neurologische Erkrankungen spezialisiert. Im Fokus steht das Medikament Ronopterin, das für die gezielte Behandlung von sekundärem Hirnschaden bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) entwickelt wird. Jährlich sind weltweit etwa 50 Millionen Menschen betroffen, wobei schwere Schädel-Hirn-Verletzungen eine der häufigsten Todesursachen darstellen und zu langfristigen Behinderungen führen können.

Finanzierung zur Durchführung einer klinischen Studie

Die kürzlich abgeschlossene Finanzierungsrunde über insgesamt 35 Millionen Euro wird von der Münchner Athos KG angeführt, wobei MIG Capital über ihre Fonds 4, 6, 12, und 17 2,5 Millionen Euro bereitstellt. Diese Mittel sind für die Durchführung einer europäischen, multizentrischen Phase 3b-Studie für Ronopterin sowie für die erforderlichen Vorbereitungen zur Einreichung eines Zulassungsantrags bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vorgesehen.

Ronopterin wirkt selektiv auf die induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS), deren Überexpression nach einer Hirnverletzung zur Bildung neurotoxischer Radikale führt. Durch die Hemmung von iNOS soll der sekundäre Hirnschaden reduziert und somit die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessert werden.

Hohe Erwartungen und vielversprechende Ergebnisse

Die Mittel aus der Finanzierung werden zudem für die Herstellung des Prüfpräparats und die Sicherstellung der Lieferkette eingesetzt. Das Studiendesign der Phase 3b-Studie wurde auf Grundlage früherer klinischer Erkenntnisse optimiert und zielt auf einen frühen Behandlungsbeginn ab. Experten von TIBEAY sind überzeugt, dass Ronopterin eine vielversprechende Therapieoption für Patienten mit schwerem SHT darstellt, für die bislang keine zugelassenen Medikamente existieren.

Andreas Kastenbauer, Partner bei MIG Capital, hebt die medizinische Relevanz von Ronopterin hervor: „Wir investieren in einen Therapieansatz, der das Potenzial hat, eine bislang ungedeckte therapeutische Lücke zu schließen.“ Auch Prof. Dr. John Stover, CMO von TIBEAY, weist auf die breite Patientenbasis hin, die von dieser potenziellen Therapie profitieren könnte.

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