Oberharzer Zeitungsarchiv zieht zur Universitätsbibliothek um

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Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat sein umfangreiches Zeitungsarchiv aus Oberharz an die Universitätsbibliothek der TU Clausthal übergeben. Mit rund 50 Regalmeter historischen Ausgaben werden wichtige Dokumente aus 180 Jahren Oberharzer Geschichte künftig besser zugänglich sein.

Wertvolle Zeitgeschichte für die Öffentlichkeit

Knapp 180 Jahre Oberharzer Zeitgeschichte sind nun an einem Ort gebündelt und für die Öffentlichkeit zugänglich. Das LBEG hat die gesammelten Ausgaben der Tageszeitung „Öffentliche Anzeigen für den Harz“ an die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Clausthal übergeben. Diese Sammlung umfasst Zeitungen vom Jahr 1848 bis 1990 und wird durch die großzügigen Öffnungszeiten der Bibliothek für Interessierte besser verfügbar sein.

Kurz vor dem Umzug: Bedeutung des Archivs

LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier betont die Bedeutung des Archivs: „Wir haben ohne Zweifel einen wertvollen Schatz regionaler Geschichtsdokumentation bei uns beherbergt. Es war jedoch vielen unbekannt, dass diese große Sammlung bei uns lagerte.“ Da das Archivwesen nicht zu den Kernaufgaben des LBEG zählt, konnte der Zugang zu den historischen Bänden vorher nur eingeschränkt gewährt werden.

Zusammenarbeit zwischen LBEG und TU Clausthal

Die Universitätsbibliothek konnte durch die Übernahme des Archivs ihre Bestände erweitern und damit den einzigen vollständigen Bestand der Goslarschen Zeitung und ihrer Vorgänger bereitstellen. Bibliotheksleiterin Silke Frank hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Durch die gute Beziehung zwischen LBEG und TU Clausthal wird das historische Erbe der Region bewahrt. Dies ermöglicht einen besseren Zugang für Interessierte, vor allem durch die umfangreichen Öffnungszeiten der Bibliothek.“ Bereits jetzt gibt es Überlegungen zur Digitalisierung des Archivs, um langfristig den Zugang zu garantieren.

Die Historie der „ÖA“ und deren Bedeutung

Die „Öffentlichen Anzeigen für den Harz“ existierte seit 1808 und wurde 1990 von der Goslarschen Zeitung übernommen, die nach wie vor einen Oberharz-Teil führt. Bislang gab es allerdings kein zusammenhängendes und öffentlich zugängliches Archiv. GZ-Verleger Philipp Krause ist erfreut über die Zusammenführung der Archive: „Tageszeitungen dokumentieren kontinuierlich ein Stück Zeitgeschichte. Daher ist es wertvoll, dass hier zwei Institutionen des Landes Niedersachsen zusammenarbeiten, um das ,Gedächtnis des Oberharzes‘ zu bewahren.“ Die Digitalisierung mehrerer hundert Jahre Zeitungsgeschichte stellt jedoch eine Herausforderung dar und wird Zeit in Anspruch nehmen, um die Papierausgaben für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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