KI in Kirchen: Ethische Ansprüche und Praxisgehen auseinander

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Eine neue Studie belegt die wachsende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Kirchen. Trotz hoher ethischer Ansprüche bleibt die Umsetzung oft unzureichend und ohne klare Strategie.

Studie belegt Verbreitung von KI in kirchlichen Einrichtungen

Die Studie „Digitalisierung im Raum der Kirchen“ (DiRK 2026) zeigt, dass über 54 Prozent der Kirchenmitglieder und -mitarbeiter generative KI-Tools, wie etwa ChatGPT, nutzen. Der Einsatz konzentriert sich hauptsächlich auf Recherchen und Texterstellungen. Zudem verbringen 53 Prozent der Befragten täglich zwischen ein bis drei Stunden im Internet über Smartphones und Tablets, wobei Instagram als wichtigste Social Media-Plattform gilt.

Fehlendes Know-how und ethische Forderungen

Obwohl mehr als die Hälfte der Kirchenmitarbeiter von KI-Einsatz in ihren Organisationen berichtet, nutzen nur 6 Prozent eine breite Palette an KI-Technologien. Hauptgrund für diese Zurückhaltung ist das fehlende technische Know-how. 78 Prozent der Befragten haben keine entsprechende Weiterbildung absolviert. Bemerkenswert ist, dass 18 Prozent der Nutzer angeben, KI-Tools auch bei einem Verbot weiterhin verwenden zu wollen.

Wunsch nach ethischen Leitlinien

Die Mehrheit der befragten Kirchenmitglieder fordert verbindliche ethische Leitlinien für den KI-Einsatz in kirchlichen Einrichtungen und spricht sich dafür aus, dass bei sensiblen Entscheidungen die Verantwortung beim Menschen bleiben soll. Das zeigt, dass die Diskrepanz zwischen den formulierten ethischen Ansprüchen und der gelebten Praxis deutlich ausgeprägt ist. Laut Jürgen Stobbe, Vorstand des VRK, sollen die Ergebnisse der Studie dazu beitragen, diese Lücken zu schließen und den Weg für eine verantwortungsvolle digitale Nutzung in den Kirchen zu ebnen.

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