IKK e.V. fordert sachliche Debatte zur Gesundheitsversorgung

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Der IKK e.V. wendet sich gegen Äußerungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die Patientinnen und Patienten verunsichern. In einer Vorstandssitzung forderte der Verband eine sachorientierte Diskussion über die Zukunft der Gesundheitsversorgung.

IKK e.V. kritisiert Drohgebärden der KBV

In einer aktuellen Stellungnahme weist der IKK e.V. die jüngsten Äußerungen von Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), entschieden zurück. Seine Aussagen, wonach durch gesetzliche Anpassungen ab 2027 bis zu 169 Millionen Behandlungsfälle entfallen könnten, seien unangemessen und schüren Ängste unter den Versicherten, so der IKK e.V. Der Vorstandsvorsitzende Hans Peter Wollseifer betont: „Solche Szenarien sind nicht haltbar und verletzen den Grundsatz einer verantwortungsvollen Diskussion über die Weiterentwicklung der Versorgung.“

Kritische Überprüfung der Vergütungsregelungen gefordert

Der IKK e.V. sieht großen Handlungsbedarf, nachdem der Bundesrechnungshof festgestellt hat, dass die Vergütungen aus dem Terminservice- und Versorgungsgesetz ihre beabsichtigte Wirkung verfehlt haben. Trotz steigender Ausgaben konnten Wartezeiten nicht signifikant reduziert und der Zugang zur Versorgung kaum verbessert werden. Vorstand Hans-Jürgen Müller fordert daher eine kritische Überprüfung und Anpassung der bestehenden Vergütungsregelungen, um eine nachhaltige finanzielle Entwicklung im Gesundheitswesen zu gewährleisten.

Strukturelle Reformen zur Verbesserung der Versorgung

Die Innungskrankenkassen machen sich stark für strukturelle Reformen, die eine bessere Koordination und Steuerung in der Gesundheitsversorgung ermöglichen. Dazu zählen der Aufbau eines Primärversorgungssystems und die Weiterentwicklung der Notfallversorgung. Beide Vorhaben sollen dazu beitragen, Patientinnen und Patienten effizienter durch das System zu führen.

Wollseifer und Müller setzen sich zudem für einen konstruktiven Dialog mit der Bundesgesundheitsministerin ein: „Wir hoffen, dass die Ärzteschaft kein Kalkül in Angstszenarien sieht, um politische Veränderungen zu bewirken. Jetzt benötigt es politischen Mut, um die Versorgung strukturell weiterzuentwickeln – mit klareren Zugangswegen und einer angemessenen Vergütung.“

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