Am 17. Mai 2026 wurde auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin eine Grab- und Gedenkstätte für LSBTI* eröffnet. Zahlreiche Gäste aus der Community und Politik feierten diesen besonderen Ort der Erinnerung und Sichtbarkeit.
Ein Ort der Erinnerung und Sichtbarkeit
Die neue Grab- und Gedenkstätte für LSBTI* auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin ist am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) feierlich eingeweiht worden. Mit diesem besonderen Projekt will die Schwulenberatung Berlin einen Raum für Trauer, Gedenken und Sichtbarkeit schaffen und damit ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Vergessen setzen.
Der künstlerische Entwurf
Der künstlerische Entwurf für die Gedenkstätte stammt vom Künstler Ulrich Vogl in Zusammenarbeit mit dem Architekten Christoph Wagner, der den Wettbewerb im Sommer 2025 gewonnen hatte. Ein zentrales Element der Anlage ist eine etwa zehn Meter lange Mauer entlang der Monumentenstraße, die aus 27 farbigen Ziegelsteinen besteht. Diese Ziegel stammen aus unterschiedlichen Ziegeleien in Brandenburg und Sachsen und spiegeln die Vielfalt der queeren Lebensgeschichten wider.
Der Kissing Stone als Symbol der Verbundenheit
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Gedenkstätte ist der ‚Kissing Stone‘, der als verbindendes Symbol innerhalb des Erinnerungsortes fungiert. Besucher waren eingeladen, mit Lippenstift persönliche Spuren auf dem Stein zu hinterlassen. Dies soll ein Zeichen von Erinnerung, Liebe und Verbundenheit setzen. Die Grab- und Gedenkstätte versteht sich als ein dauerhafter Ort für die gesamte LSBTI*-Community und zeigt, dass queere Lebensrealitäten untrennbar Teil der gemeinsamen Geschichte sind.

