Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die Mitgliedsinstitute des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ein Finanzierungsvolumen von 39,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal 2025.
Wachstum im Wohnimmobilienbereich
Der überwiegende Teil des Immobilienfinanzierungsvolumens entfiel im Berichtszeitraum auf Wohnimmobiliendarlehen, die sich auf 25,2 Milliarden Euro beliefen. Dies stellt ein Wachstum von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert dar. Die Gewerbeimmobilienfinanzierung hatte mit einem Wert von 14,6 Milliarden Euro eine Wachstumsrate von 12,3 Prozent. Diese Steigerung zeigt jedoch, dass der Markt im Vergleich zu langfristigen Trends noch auf einem niedrigen Niveau agiert.
BaFin und Loan-to-Value-Kennzahlen
Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp, äußerte sich zu den Bedenken der BaFin hinsichtlich der Loan-to-Value-Kennzahlen (LTV) bei der Wohnimmobilienfinanzierung. Er betonte, dass die Zahlen die tatsächlichen Risiken überzeichneten, da sie nur die finanzierten Objekte berücksichtigten und zusätzliche Sicherheiten, die Kreditnehmer bereitstellen, nicht einbeziehen. „Ein hoher LTV geht oftmals mit einer hohen Bonität der Kreditnehmer einher, somit ist die Ausfallwahrscheinlichkeit gering“, erklärte Tolckmitt.
Er wies zudem auf die Herausforderungen hin, die durch steigende Transaktions- und Baukosten entstehen und sagte, dass die Bundesregierung mit den Planungen zum Gebäudetyp E bereits Maßnahmen ergreife, um zukünftigen Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Allerdings werde dies sich nicht kurzfristig auf den Fremdmittelbedarf auswirken.
Bestand der Immobilienfinanzierungen stabil
Zum 31. März 2026 belief sich der Bestand an Immobiliendarlehen auf 1.040,4 Milliarden Euro, was einem stabilen Stand im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Der Großteil dieses Volumens, nämlich 85,4 Prozent, entfiel auf Objekte in Deutschland. Tolckmitt sagte, dass ein Anstieg der Immobilienpreise in erster Linie die Inflationsrate widerspiegle und der Markt insgesamt nur moderat wachse. Dies sei mit den Ergebnissen des jüngsten „Bank Lending Surveys“ der Deutschen Bundesbank konsistent.
Die vollständigen Daten zum Immobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute sind auf der Webseite des vdp verfügbar. Für Interessierte stehen dort auch Tabellen und Grafiken zur freien Verwendung.

