Im Kreis Coesfeld werden zwei innovative Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs gefördert. Verkehrsminister Oliver Krischer gab die Bereitstellung von 800.000 Euro bekannt, die den On-Demand-Verkehr in den Kommunen Coesfeld, Nordkirchen und Olfen vorantreiben sollen.
On-Demand-Verkehr für ländliche Räume
Die Stadt Coesfeld plant mit einem neuen On-Demand-Angebot, die Mobilität in ländlichen Regionen zu verbessern. Das Projekt, das mit zwei Fahrzeugen umgesetzt werden soll, wird vollständig digital gebucht und soll insbesondere die Angebote des bestehenden Nahverkehrs ergänzen. Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg sieht in der Förderung eine Chance, die soziale Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und den Stadtbus in die praktische Anwendung zu bringen.
Südkreiskonzept verbessert Anbindung
Nordkirchen, Olfen und Selm setzen auf das Südkreiskonzept, um die Anbindung an die Bahnlinie nach Dortmund zu optimieren. Durch schnellere Taktzeiten am Bahnhof Selm sollen lange Wartezeiten vermieden werden, was die Strecke für Pendler attraktiver macht. Bürgermeisterin Stefanie Holz betont den Bedarf nach einer besseren Verbindung ins Ruhrgebiet und sieht das neue Angebot als Lösung für die Anbindung des Ortsteils Vinnum.
Kooperation mit Regionalverkehr Münsterland
Die Entwicklung des Südkreiskonzepts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM). Geschäftsführer Julian Hericks hebt hervor, dass On-Demand-Verkehre speziell im ländlichen Raum das Bus- und Bahnangebot sinnvoll erweitern können. Auch Kreisdirektor Dr. Linus Tepe zeigt sich erfreut über die innovativen Ansätze der Kommunen und die Verbesserung der Mobilität im Kreis Coesfeld.
Die landesweite Förderung unterstützt insgesamt zwölf Projekte im Bereich des On-Demand-Verkehrs, die eine Nutzerfreundlichkeit durch die Plattform „rufmobil.nrw“ bieten sollen. Damit wird ein wesentlicher Schritt in Richtung moderner und flexibler Mobilität im NRW-Länderverkehr gemacht.

