Schwarz-weiße Katze sitzt auf einer Wiese

30 Katzen aus tierschutzwidriger Haltung im Nordkreis Osnabrück suchen ein Zuhause

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Der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück hat Mitte Juli im nördlichen Kreisgebiet 30 Katzen aus tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen fortgenommen. Die Tiere sind inzwischen wieder gesund und zur Vermittlung freigegeben. Wer eine Katze aufnehmen möchte, meldet sich mit Namen und Kontaktdaten per E-Mail an [email protected].

In welchem Zustand die Tiere waren

Die Katzen waren nach Angaben des Landkreises hochgradig von Parasiten befallen, abgemagert und teilweise verletzt, zwei von ihnen bereits wieder trächtig. Weil kein Tierheim und keine Tierschutzorganisation im näheren und weiteren Umkreis noch Katzen aufnehmen konnte, kamen die Tiere vorläufig in einer Katzenpension unter. Dort wurden sie nach Geschlechtern getrennt und medizinisch versorgt. Gegen die bisherigen Halter hat der Veterinärdienst ein Haltungs- und Betreuungsverbot ausgesprochen.

Gesucht werden vor allem Höfe

Die Katzen sind kastriert – soweit sie alt genug dafür sind –, gechippt, geimpft und entwurmt. Es handelt sich überwiegend um jüngere Tiere in den Farbschlägen schwarz, graugetigert und schwarz-weiß.

Ein Teil der Katzen ist zahm. Andere sind nicht an Menschen gewöhnt und derzeit extrem scheu; für eine Wohnungshaltung eignen sie sich zumindest jetzt nicht, wohl aber für die Haltung auf einem Bauernhof. Für diese Tiere sucht der Landkreis besonders dringend Abnehmer.

Wichtig für Interessenten: Die Katzen müssen selbst abgeholt werden – und zwar im Raum Herford.

Warum solche Fälle zunehmen

Der Veterinärdienst muss seit einigen Jahren immer häufiger stark vernachlässigte Tiere fortnehmen und unterbringen. Allein in diesem Jahr betraf das bereits 61 Katzen und fünf Hunde.

Die Kosten für Unterbringung und Pflege werden zunächst den Haltern auferlegt, die sie meist nicht tragen können. Zurückgeben lassen sich die Tiere nur selten, in der Regel müssen sie vermittelt werden. Als eine Ursache für die steigende Zahl von Katzen in den Heimen nennt der Landkreis die fehlende beziehungsweise nicht konsequent umgesetzte flächendeckende Kastrationspflicht. Verschärfe sich die Lage weiter, könne es Behörden künftig unmöglich werden, in solchen Fällen überhaupt noch eine tierschutzgerechte Unterbringung zu organisieren.

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