Die Stadt Lingen (Ems) hat Marita Vogel und Sabine Franzen mit dem Bürgerpreis für das Ehrenamt 2026 ausgezeichnet. Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte den beiden Lingenerinnen die Auszeichnung im Anschluss an die jüngste Ratssitzung. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zu gleichen Teilen vergeben.
30 Jahre Eine-Welt-Laden
Marita Vogel engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlich für fair gehandelte Produkte. Woche für Woche betreut sie den Verkaufsstand an der katholischen Kirche St. Marien in Brögbern, dazu kommt sie auf Advents- und Weihnachtsmärkten und bei weiteren Veranstaltungen in und um Lingen zum Einsatz.
Ihre Themen bringt sie auch in ihre Arbeit im Kindergarten St. Marien in Brögbern ein, der sich als „Faire Kita“ versteht. Die Entwicklung der Fairtrade-Gemeinde St. Marien Brögbern-Damaschke hat sie maßgeblich begleitet. 2015 wurde Lingen erstmals als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet.
Besuche bei Kindern aus dem Friedensdorf
Sabine Franzen ist seit vielen Jahren in der Trinitatisgemeinde Lingen aktiv: im Büchereiteam, beim Vorlesen in der Kindertagesstätte und in der Kinder- und Jugendarbeit.
Ein Schwerpunkt ihres Engagements liegt bei Kindern des Friedensdorfes Oberhausen, die zur medizinischen Behandlung im Bonifatius-Hospital in Lingen sind. Franzen besucht sie während ihres Aufenthalts, spielt und liest mit ihnen. Darüber hinaus hat sie eine Selbsthilfegruppe für unheilbar erkrankte Menschen gegründet, die sie aus eigener Erfahrung heraus aufgebaut hat und die Betroffenen einen Raum für Austausch bietet.
Was der Oberbürgermeister sagte
„Eine Stadt lebt vor allem von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung für andere zu übernehmen“, sagte Krone bei der Verleihung. Beide Preisträgerinnen zeigten „auf ganz unterschiedliche Weise, wie viel ein einzelner Mensch für andere und für unsere Gemeinschaft bewirken kann“.

