„In der Krise Köpfe kennen“ – nach diesem Leitgedanken setzt der Landkreis Grafschaft Bentheim auf regelmäßigen Austausch zwischen dem Katastrophenschutzstab und den Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes. Die Mitglieder des Stabes besuchten jetzt die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) an der Wietmarscher Straße in Nordhorn und erhielten dort Einblicke in die Aufgaben und Einsatzmittel der Grafschafter Kreisfeuerwehr.
Zentrale Werkstatt für 22 Ortsfeuerwehren
Die FTZ ist die zentrale Schnittstelle für alle Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet. Fünf Mitarbeitende sorgen dort dafür, dass die Ausrüstung der 22 Ortsfeuerwehren und der Kreisfeuerwehr einsatzbereit bleibt, von der Schlauchpflege über die Wartung von Atemschutzgeräten bis zur technischen Betreuung der Einsatzfahrzeuge. In einer eigenen Kfz-Werkstatt werden kreisweit mehr als 100 Feuerwehrfahrzeuge gewartet und jährlich überprüft, zudem finden auf dem Gelände Ausbildungslehrgänge für die Freiwilligen Feuerwehren statt.
Mehr als zehn Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe
Neben dem Team der FTZ stellte sich die Grafschafter Kreisfeuerwehr mit Kreisbrandmeister Daniel Loehrke vor. Im Fokus standen Aufgaben, Arbeitsabläufe und Ausstattung der beiden Katastrophenschutzeinheiten „Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen“ und „Fachmodul Vegetationsbrandbekämpfung“ sowie des Gefahrstoffzugs der Kreisfeuerwehr. Mehr als zehn Einsatzfahrzeuge lernten die Stabsmitglieder aus nächster Nähe kennen, darunter verschiedene Löschgruppenfahrzeuge, Gerätewagen und den CBRN-Erkunder, der bei Einsätzen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren zum Einsatz kommt.
Rund 100 Mitglieder in drei Schichten
Der Katastrophenschutzstab des Landkreises besteht aus rund 100 Mitgliedern. Ruft der Landrat bei einer Großschadenslage oder Krise den Katastrophenfall aus, übernimmt der Stab die Gesamtkoordination, ihm sind dann die Städte und Gemeinden untergeordnet. Neben Beschäftigten des Landkreises unterstützen weitere Behörden und Hilfsorganisationen den Stab, eine Schicht besteht aus rund 30 Personen, geplant wird in drei Schichten für einen möglichen Dauerbetrieb über längere Zeit. Regelmäßige Schulungen und Übungen bereiten die Mitglieder auf den Ernstfall vor.
Nähere Informationen gibt es unter www.grafschaft-bentheim.de/bevoelkerungsschutz.

