Wie fühlt sich Diskriminierung an? Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 veranstalten die Kreisvolkshochschule Vechta und das Zentrum für Lehrer*innenbildung (ZfLB) der Universität Vechta das interaktive Planspiel „Partizipa City“, am Mittwoch, 23. September, von 16:30 bis 19:30 Uhr und erneut am Sonntag, 27. September, von 9 bis 13 Uhr. Das Angebot richtet sich an Menschen ab 16 Jahren, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.
Alltagssituationen aus wechselnder Perspektive
Die Teilnehmenden schlüpfen in einer fiktiven Stadt in unterschiedliche Rollen und erleben realitätsnahe Alltagssituationen, etwa auf dem Spielplatz, am Bahnhof oder im Jobcenter. So werden Perspektivwechsel ermöglicht und Erfahrungen mit Ausgrenzung sowie gesellschaftlichen Machtverhältnissen nachvollziehbar. Ziel ist es, das eigene Verständnis von Rassismus kritisch zu reflektieren, diskriminierendes Verhalten zu erkennen und alternative Handlungsweisen zu entwickeln.
„Kritisch analysieren statt moralisieren“
Spielleiterin Asli Demircan von der Uni Vechta betont: „Rassistisches Verhalten wird nicht individualisierend moralisiert, sondern kritisch analysiert, damit diskriminierungssensible Alternativen erarbeitet werden können.“ Gerade in einer Zeit voller Polarisierung brauche es Räume für Austausch, Perspektivwechsel und kritisches Lernen: „Genau darum geht es bei Partizipa City: gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar machen, Empathie stärken und gemeinsam über Teilhabe nachdenken.“
Landrat Tobias Gerdesmeyer unterstützt das Angebot: „Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft ist es entscheidend, Diskriminierung und Ausgrenzung sichtbar zu machen, um Verständnis, Respekt und gleichberechtigte Teilhabe zu stärken.“
Anmeldung und Ort
Beide Termine finden in der Kreisvolkshochschule Vechta (Bahnhofstraße 1) statt. Anmeldungen sind über die Website der KVHS möglich.

