Der Bundestag hat den Weg für die Planung einer Bahn-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover frei gemacht. Fridays for Future Niedersachsen wertet die Entscheidung als großen Erfolg für den Klimaschutz und reklamiert einen Teil davon für die eigene Protestarbeit.
Jahrelanger Streit um die Trasse
Um die Verbindung zwischen den beiden Metropolen wurde lange gerungen. Ob neu gebaut oder die bestehende Strecke ausgebaut wird, war politisch wie regional umstritten. Noch im September hatte der Bundestag die Entscheidung zunächst verschoben.
„Nach jahrelangen Blockaden bedeutet der heutige Beschluss auch einen großen Erfolg für den Klimaschutz“, sagt Nele Evers, Sprecherin von Fridays for Future Niedersachsen. „Wer mehr Menschen und Güter auf die Schiene bringen will, braucht diese Strecke.“
Klimabewegung sieht eigenen Anteil am Beschluss
Die Aktivistinnen und Aktivisten hatten sich in den vergangenen Jahren mit Protesten für den Neubau eingesetzt. „Dass das jetzt auch Lars Klingbeil erkannt hat, ist allerhöchste Zeit und auch unser Erfolg. Nicht zuletzt unsere Proteste für den Neubau in den letzten Jahren haben diesen Beschluss möglich gemacht“, so Evers.
Inbetriebnahme vor 2045 als Ziel
Mit dem Beschluss allein ist für Fridays for Future aber nichts gewonnen. Die Gruppe fordert jetzt Tempo: „Jetzt gilt es, die Planung zügig voranzubringen, damit die Strecke möglichst vor 2045 noch in Betrieb geht.“
Der Korridor zwischen Hamburg und Hannover zählt zu den am stärksten belasteten Abschnitten im deutschen Schienennetz. Er ist für den Fernverkehr ebenso wichtig wie für den Güterverkehr aus den norddeutschen Seehäfen.

