BDEW prognostiziert Netzausbaubedarf bis 2045

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Berlín. Die neue Netzausbau Prognose 2045 der deutschen Verteilnetzbetreiber zeigt einen deutlich steigenden Bedarf an Anschlussleistungen vor allem im Bereich Erneuerbarer Energien und moderner Technologien. Damit steigen die Anforderungen an die Stromverteilnetze in den kommenden zwei Jahrzehnten erheblich.

Netzausbau nötig jetzt: Prognose unterstreicht umfassenden Handlungsbedarf

Steigender Bedarf an Netzkapazitäten bis 2045

Die aktuellen Regionalszenarien der 82 größten Verteilnetzbetreiber in Deutschland prognostizieren bis 2045 eine erhebliche Zunahme der installierten Leistung. Demnach soll die Leistung der Photovoltaik-Anlagen auf etwa 425 Gigawatt (GW) peak vervierfacht werden. Die installierte Windenergie-Leistung an Land wird auf rund 175 GW verdreifacht erwartet. Besonders stark wächst außerdem die Kapazität der Großbatteriespeicher von heute etwa zwei GW auf 68 GW allein im Verteilnetz. Selbst die Anschlussleistung von eigenständigen Rechenzentren steigt von aktuell unter zwei GW auf knapp 37 GW.

Diese Zahlen verdeutlichen den erheblichen Ausbau der Erzeugungs- und Speicheranlagen sowie der Verbrauchsstellen infolge der zunehmenden Elektrifizierung von Energie, Wärme und Mobilität.

Voraussetzung für erfolgreiche Netzplanung und Investitionen

Die Regionalszenarien bilden die Basis für die nächsten Netzausbaupläne, die im Oktober 2026 veröffentlicht werden. Diese enthalten konkrete Maßnahmen zur Verstärkung, Modernisierung und Ausbau der Verteilnetze. Die Beteiligung aller Verteilnetzbetreiber, auch kleinerer mit weniger als 100.000 Kunden, erhöht die Genauigkeit der Prognosen.

„Die Elektrifizierung von Energie, Wärme und Mobilität hat zu einer massiven Zunahme von Netzanschlussbegehren geführt. Mit den Regionalszenarien wird netzplanerisch den Anforderungen entsprochen. Langfristig hilft nur der Netzausbau.“
Kerstin Andreae, BDEW-Hauptgeschäftsführerin

Darüber hinaus betont Andreae die Notwendigkeit einer wettbewerbsfähigen Anreizregulierung, um die Investitionen in Milliardenhöhe für den Netzausbau zu ermöglichen und privates Kapital zu gewinnen.

Weitere Maßnahmen und Ausblick zum Netzausbau

Die Verteilnetzbetreiber arbeiten weiterhin eng abgestimmt in sechs Planungsregionen zusammen, um den Netzausbau zu koordinieren. Die nächsten Schritte umfassen die Veröffentlichung der Netzausbaupläne im Herbst 2026 mit detaillierten Ausbauprojekten.

Umsetzung und Investitionsbedingungen werden entscheidend sein, um die Prognosen zu realisieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Bundesnetzagentur und weitere Institutionen spielen eine Rolle bei der Schaffung der notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Für weitere Informationen zu den Regionalszenarien steht das gemeinsame Netzportal VNBdigital zur Verfügung.

Lesen Sie zudem mehr zu Entwicklungen der Energieinfrastruktur auf regionalupdate.de. Aktuelle Hintergrundinformationen zum Stromnetz liefert die Bundesnetzagentur.

Ausblick: Konkrete Planung für den Netzausbau bis 2045

Die kommenden Jahre werden entscheidend für den Ausbau und die Modernisierung der Verteilnetze in Deutschland. Im Oktober 2026 erscheinen die aktualisierten Netzausbaupläne mit konkreten Maßnahmen. Parallel dazu müssen regulatorische Anpassungen erfolgen, um Investitionen zu sichern und den Netzausbau effizient voranzutreiben. Die Zusammenarbeit aller Netzbetreiber bleibt zentral, um die steigenden Anschlussleistungen und die Anforderungen der Energiewende zu bewältigen.

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