Die Öko-Anbauverbände, die Landwirtschaftskammer und das Land haben sich zusammengetan: Am Dienstag, 25. August 2026, ist in Verden (Aller) der Verein „BioBündnis Niedersachsen“ gegründet worden. Er soll künftig die zentrale Anlaufstelle für Fragen zum ökologischen Landbau im Land sein.
Was der Verein leisten soll
„BioBündnis Niedersachsen ist künftig eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um den ökologischen Landbau“, sagt Agrarstaatssekretärin Frauke Patzke. Der Verein solle die Akteure vernetzen, praxisnahe Fachinformationen bereitstellen und Ansprechpartner in der Branche vermitteln. Dazu kommen Forschungsvorhaben im Ökolandbau und der Wissenstransfer zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung.
Geplant sind außerdem Schulungen, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Anlass: knappere Mittel
Thorsten Block vom Biokreis, der den Vorsitz übernimmt, nennt den Grund für den Zusammenschluss deutlich: „Bei knapper werdenden Ressourcen wird eine enge Zusammenarbeit immer wichtiger.“ Ziel sei es, die Aktivitäten in der Branche stärker zu vernetzen.
Tewes Quast von der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau verweist auf einen konkreten Anwendungsfall: Verbraucherinformation und Schulungen in der Außer-Haus-Verpflegung seien für die Obstbaubetriebe wichtig – der ökologische Obstbau habe in Niedersachsen großes Gewicht.
Wer dabei ist
- Bäuerliche Gesellschaft e.V. – Demeter im Norden
- Biokreis Erzeugerring Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen e.V.
- Bioland e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen
- Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
- FÖKO e.V. Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium
Woher das Geld kommt
Finanzieren soll sich der Verein aus Spenden und zweckgebundenen Mitteln von Mitgliedern und Dritten, aus Zuwendungen der Gründungsmitglieder, aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus Tagungsbeiträgen, Projektbeteiligungen und Veröffentlichungen. Nähere Informationen sollen in Kürze auf den Webseiten der Gründungsmitglieder, der Landwirtschaftskammer und des Landwirtschaftsministeriums stehen.

