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Uferschnepfe im Feucht- und Nassgrünland der Diepholzer Moorniederung

Stauanlagen-Sanierung im Vogelschutzgebiet Diepholzer Moorniederung startet

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Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erneuert ab September 2026 vier von sechs Stauanlagen in der Steinbrinker-Ströhener Masch, einem Naturschutzgebiet in der Diepholzer Moorniederung. Ziel ist es, das Wasser im Frühjahr länger im Gebiet zu halten und so bessere Bedingungen für brütende Wiesenvögel wie die Uferschnepfe zu schaffen.

Zweite Sanierungsrunde nach Erfolg in der Bleckriede

Die Arbeiten knüpfen an die Sanierung des Stausystems in der nahegelegenen Bleckriede im Winter 2024/2025 an, die im Rahmen des EU-LIFE-Projekts „GrassBirdHabitats“ lief. Dort wie in der Steinbrinker-Ströhener Masch haben sich die Wiesenvogelbestände in den vergangenen Jahren positiv entwickelt: Der Kiebitz brütet inzwischen jährlich mit mehreren Dutzend Brutpaaren, auch die stark gefährdete Uferschnepfe ist wieder regelmäßig als Brutvogel zurückgekehrt.

Trockene Grünlandfläche in der Steinbrinker-Ströhener Masch im Mai 2022
Foto: Cedric Gapinski, NLWKN

Vier marode Stauanlagen werden erneuert

Vier der sechs Stauanlagen in der Masch sind rund 30 Jahre alt, teils undicht und kaum noch bedienbar. Durch die Erneuerung soll das Wasser künftig bis in den Juni gehalten werden, was für die erfolgreiche Aufzucht der Küken entscheidend ist. Der zuständige NLWKN-Gebietsbetreuer Cedric Gapinski rechnet dank der aktuellen Trockenheit mit einer kurzen Bauzeit von wenigen Wochen. Während der Arbeiten kann es zu temporären Wegesperrungen kommen, im kommenden Frühjahr sollen davon aber keine Spuren mehr zu sehen sein.

Überstaute Grünlandfläche in der Bleckriede zu Beginn der Brutzeit
Foto: Giulia La Spina, NLWKN

Eingezäunte Brutflächen schützen vor Füchsen

Zum Anstieg der Wiesenvogelbestände trägt neben dem Wassermanagement auch der Schutz vor Beutegreifern bei: Seit 2022 zäunen der Landkreis Nienburg/Weser und der BUND Diepholzer Moorniederung einzelne Brutflächen zur Brutzeit ein, um Brut- und Gelegeverluste durch Füchse zu begrenzen. Durch den Anstau eines zusätzlichen Grabenabschnitts soll außerdem die vernässte Fläche vergrößert werden, was auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Finanziert werden die Maßnahmen von der Europäischen Union und dem Land Niedersachsen über das Förderprogramm KLARA 2023–2027.

Wiesenvogelschutz in 27 Projektgebieten

Die Diepholzer Moorniederung ist eines von 27 niedersächsischen Projektgebieten des LIFE-Projekts „GrassBirdHabitats“, das seit 2020 Lebensräume für Wiesenvögel wie Uferschnepfe, Kiebitz und Brachvogel verbessert, unter anderem auch am Dümmer, an der Unterelbe und in der Hunteniederung. Das Gesamtbudget des zehnjährigen, von der EU geförderten Projekts liegt bei rund 27 Millionen Euro, davon zwölf Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Umgesetzt wird es von der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums.

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