16 angehende Raumausstattermeisterinnen und -meister haben an der Fachschule der Handwerkskammer Oldenburg ihre Prüfung abgelegt. Die Aufgabe: Für einen Kreuzfahrtanbieter sollte jeder eine Musterkabine zu einem selbst gewählten Motto einrichten, abgestimmt auf die Wünsche eines fiktiven Kunden. Polster, Bodenbelag, Wände und Dekoration mussten ein stimmiges Ganzes ergeben. Beim Schautag der Fachschule waren die Kabinen zu sehen, anschließend bekamen die Absolventen ihre Meisterbriefe.
Von Griechenland bis Afrika
Die Themen reichten von Griechenland über ein tropisches Versteck bis zu den 1920er-Jahren. Till Hegemann aus Berlin richtete unter dem Titel „Voyage to the wild“ eine Kabine mit Safari-Motiven ein. Er hat den Meister gemacht, um später selbst ausbilden zu können. Auch Hanna Kosiankowski aus Bremen setzte auf Tiermuster, ihr Motto hieß „Grenzenlos Wild“. Besonders stolz ist sie auf ihre Intarsie, eine Einlegetechnik, die sie erst in der Meistervorbereitung gelernt hat.

Federbein als Lampenfuß
Niklas Nau aus Lahntal-Sterzhausen bei Marburg fährt seit seinem dritten Lebensjahr Motorrad. In seiner Kabine wurde ein Federbein zum Lampenfuß, Antriebsketten schließen die Wandbespannung ab. Mit dem Meisterbrief will er in den Betrieb seiner Familie einsteigen.
„Lasst euch nicht einreden, dass etwas nicht geht“
Dozentin Anette Löhr gab dem Jahrgang einen Rat mit: „Verfolgt eure Vision und lasst euch nicht einreden, dass etwas nicht geht.“ Mit dem Meisterbrief können die Absolventen in ihren Betrieben mehr Verantwortung übernehmen und selbst ausbilden.

