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Produktionslinie in einer Fabrikhalle der Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik in Osnabrück am 4. November: IG Metall plant Demozüge ab VW und KME

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Die IG Metall ruft für Mittwoch, 4. November 2026, Beschäftigte aus 17 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie zum Warnstreik in Osnabrück auf. Geplant sind zwei Demonstrationszüge und eine Kundgebung, die Gewerkschaft rechnet mit rund 1.700 Teilnehmenden. Entlang der Demonstrationswege kann es am Vormittag zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Ablauf am Mittwochvormittag

Um 9:30 Uhr startet ein Demonstrationszug am VW-Werk an der Karmannstraße 1, um 9:45 Uhr ein zweiter bei KME an der Klosterstraße 29. Beide ziehen zum Gewerkschaftshaus am August-Bebel-Platz 1, wo gegen 10:30 Uhr die Kundgebung beginnt. Hauptrednerin ist IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski.

Worum es im Tarifstreit geht

Im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wird für rund 15.500 Beschäftigte verhandelt. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld, tarifliche Beschäftigungssicherung und eine Gewinnbeteiligung in Unternehmen, denen es gut geht. Nach Angaben der Gewerkschaft bieten die Arbeitgeberverbände für 20 Monate keine dauerhafte Erhöhung der Entgelte, eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent mehr ab Juli 2028, bei einer Laufzeit bis Ende 2028. Außerdem wollen sie, dass einzelne Tarifbestandteile für Betriebe automatisch und dauerhaft abweichen können.

Die IG Metall wirft den Arbeitgebern vor, auf Kaufkraftverluste der Beschäftigten zu setzen, Boguslawski spricht von einem „frechen Minus-Angebot“. Nach Darstellung der Gewerkschaft haben die Arbeitgeber die Chance auf eine Einigung vor Ende der Friedenspflicht nicht genutzt. Eine Stellungnahme der Arbeitgeberseite liegt der Redaktion nicht vor.

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