Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung müssen in Twist nicht jeden Tag nach Meppen fahren. Seit 20 Jahren gibt es an der Ansgarschule eine Kooperationsklasse der Jakob-Muth-Schule des St.-Vitus-Werks. Das Jubiläum haben beide Schulen jetzt mit einer kleinen Feierstunde begangen, mit selbstgebackenem Kuchen, Geschenken und Gästen aus der Gemeinde Twist, der Jakob-Muth-Schule und dem Kollegium der Ansgarschule.
Sechs Kinder in der Klasse P5, fünf davon aus Twist
Die Kooperation in Twist ist nach Angaben des St.-Vitus-Werks die zweitälteste der Jakob-Muth-Schule. In der Klasse P5 lernen derzeit sechs Kinder, fünf von ihnen wohnen in Twist. Sie werden in ihrer Klasse individuell gefördert und gehören zugleich zum Schulleben der Grundschule, die außerdem 115 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen besuchen.
Zum Alltag gehören gemeinsame Unterrichtseinheiten, eine feste Partnerklasse und die Pausen, die alle Kinder zusammen verbringen. Inzwischen hat die Jakob-Muth-Schule in Twist auch an der Oberschule zwei Kooperationsklassen.
Martina Melle, Leiterin der Jakob-Muth-Schule, bedankte sich bei der Ansgarschule für die Zusammenarbeit. Ihre Klasse sei dort von Beginn an als Teil der Schule aufgenommen worden. „Von Anfang an wurde uns signalisiert: Ihr gehört dazu“, sagte Melle.
Neubau soll Bedürfnisse der Kooperationsklasse berücksichtigen
Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Petra Lübbers, für die es einer ihrer letzten Termine als Bürgermeisterin war. Sie kündigte an, dass für die Ansgarschule ein Neubau geplant ist. Dabei sollen die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler der Jakob-Muth-Schule besonders berücksichtigt werden. Weil das Planungsverfahren aufwendig ist, wird es nach ihren Worten noch etwas dauern. Einen Zeitplan nennt die Mitteilung nicht.

Zum Abschluss der Feierstunde konnten die Gäste die Klassenräume der Kooperationsklasse besichtigen. Das Team stellte dabei einige der pädagogischen Konzepte vor, nach denen in der P5 gearbeitet wird.

